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Landeswettbewerb

Die diesjährige Runde des Landeswettbewerbs „Erinnerungszeichen“ stand unter dem Motto „Der Geschichte ein Gesicht geben“. Die Klasse 6b hat mit dem Beitrag „Myrian Bergeron - die gute Seele für Kinder“ daran teilgenommen und wurde mit dem 1. Landespreis ausgezeichnet.

Arbeitsbericht zu unserem Wettbewerbsbeitrag

„Myrian Bergeron – die gute Seele“

Dass wir mit unserem Beitrag an dem Wettbewerb teilnehmen können, haben wir einem Zufall zu verdanken. Als Myrian auf der Suche nach der Wahrheit über ihre Vergangenheit in Deutschland unterwegs war, hat sie die Greta-Fischer-Schule besucht, da diese Schule nach der Frau benannt ist, die Myrian als kleines Mädchen im Kloster aufgenommen und gepflegt hat. Der Besuch fand an einem Nachmittag statt und weil wir eine Ganztagesklasse sind, waren wir noch in der Schule und wurden spontan von unserer Schulleiterin gefragt, ob wir für unsere Besucher ein Lied vorspielen können. Wir übten mit unserer Lehrerin Frau Prigge gerade „All you need is love“ und haben das auch vorgespielt. Obwohl es danach gar nicht geplant war, dass wir länger bleiben, haben wir uns mit Myrian und ihren Begleitern unterhalten – so gut es auf Englisch ging. Dort haben wir Myrian kennengelernt und fanden sie von Anfang an sehr herzlich und sehr nett und wir hatten viel Spaß an dem Nachmittag.

Ca. zwei Wochen später kam die Nachricht, dass Myrian an einem langen Herzleiden gestorben ist. Das hat uns sehr bewegt und wir haben ein Gedenkbuch für die Familie mit unseren positiven Gedanken zu Myrian gestaltet. Dieses konnten wir am 20.10.2019 persönlich ihrer Tochter Wendy und ihrem Adoptivsohn Alex bei der Beisetzung im Kloster Indersdorf übergeben. Auf der Beisetzung haben wir auch unser Schullied vorgesungen, das ursprünglich von Greta Fischer handelt. Unsere Lehrerin hatte das Lied etwas für Myrian umgedichtet und wir haben es auf Deutsch und Englisch im Wechsel gesungen.

Als wir von unserer Lehrerin Frau Schumann von dem Wettbewerb gehört haben, wollten wir unbedingt mitmachen und Myrian vorstellen, weil sie so ein außergewöhnlicher Mensch war. Sie hat sich, kurz bevor sie gestorben ist und obwohl sie schon sehr krank war, auf die lange Reise nach Deutschland gemacht und endlich viele Fragen über ihre frühe Kindheit klären können. Außerdem hat sie so viele Kinder adoptiert, ohne dass sie damals gewusst hat, dass sie früher selbst in Kinderheimen war.

Dann haben wir angefangen, am Projekt zu arbeiten und Informationen zu sammeln. Einiges haben wir schon gewusst, weil wir mit ihr gesprochen haben und dann auch auf der Beisetzung waren, wo ihr Leben noch einmal vorgestellt wurde, z.B. haben wir dort erfahren, dass ihr Spitzname „Lady Bug“ (deutsch: Marienkäfer) war.

Auch unsere Lehrerinnen haben wir befragt, weil sie auch bei der Beisetzung dabei waren und die Andacht von Myrians Kindern auf Englisch war und wir sie deshalb nicht so gut verstanden haben.

Danach haben wir im Internet recherchiert und dort drei Artikel zu ihrem Aufenthalt in Deutschland gefunden. Sogar in der Zeitschrift „Chrismon“ war ein langer Artikel, in dem sogar ein Bild von Myrian und drei Schülern von uns bei ihrem Besuch an unserer Schule abgedruckt war.

Am Ende haben uns noch einige Informationen gefehlt. Dazu haben ein Schüler und eine Schülerin mit der Historikerin Anna Andlauer ein Interview geführt. Sie hat Myrian bei ihrer Suche in Deutschland unterstützt und vieles organisiert. Von ihr haben wir vor allem die Informationen von Myrians Leben in den USA bekommen. Außerdem hat sie uns noch einige Fotos von der Zeit in den USA und von Myrians früher Kindheit zur Verfügung gestellt.

Wir haben ca. 10 Schulstunden an dem Projekt gearbeitet. Die Arbeit hat uns sehr viel Spaß gemacht und besonders gefallen hat uns, dass wir ganz frei und selbstständig überlegen und gestalten konnten. Wenn wir beim Sammeln der Informationen Hilfe gebraucht haben, hat uns unsere Lehrerin Frau Schumann unterstützt.

Wir hoffen, unser Beitrag gefällt Ihnen und wir wünschen Ihnen viel Spaß damit.
Mit freundlichen Grüßen
Die Klasse 6b der Greta-Fischer-Schule Dachau

(Anmerkung: Der Bericht wurde im Namen der Schüler und unter Einbindung ihrer Äußerungen und Gedanken von der betreuenden Lehrkraft der Wettbewerbsteilnahme, Frau Schumann, ausformuliert.)

Stadtradeln 2020

Im Juli 2020 hat das Team der Greta-Fischer-Schule zum dritten Mal am dreiwöchigen Stadtradeln im Landkreis Dachau teilgenommen. Jedes Jahr treten mehr Mitglieder der Schulfamilie für ein gutes Klima in die Pedale. Bei der Verlosung der Preise für die teilnehmenden Schulen gewannen die Schüler der Klasse 4a Bücher zum Thema „Klima“.
Wir freuen uns schon auf das „Stadtradeln“ 2021!

Mit dem Bund Naturschutz Dachau auf MVV-Entdecker-Tour

Das Praxis-Projekt „MVV-Entdecker-Tour“, das der BUND Naturschutz Dachau mit Frau Ute Schütt anbietet, hilft Kindern und Jugendlichen sich mit dem MVV (Münchner Verkehrs- und Tarifverbund) vertraut zu machen. Der Fokus liegt bei diesem umweltfreundlichen Projekt auf dem sicheren und selbständigen Umgang mit den verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln des MVVs (S-Bahn, U-Bahn, Bus und Tram).

Am Ende des Schuljahres 2018/19 nahmen die Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen an dem Projekt teil. Die Jugendlichen der 8. Klasse gingen zu Beginn des Schuljahres 2019/20 auf Entdecker-Tour. Begleitet wurden sie jeweils von ihren Lehrkräften. Die Klassen beschäftigten sich an drei Tagen intensiv mit den Informationssystemen des MVVs und übten, sich an Haltestellen und in Verkehrsmitteln zu orientieren. Frau Ute Schütt brachte zudem anschauliches und interessantes Informationsmaterial mit. Bei gemeinsamen Beobachtungen des Dachauer Stadtverkehrs reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre Verkehrsumwelt und wurden zur aktiven Mitgestaltung angeregt.
Für die 3. Klassen organisierte Frau Ute Schütt einen Busfahrer, der den Schülerinnen und Schüler Rede und Antwort stand. Besonders die angedeutete Gefahrenbremsung beeindruckte die Kinder. Zum Abschluss und als Höhepunkt des Projektes waren die Kinder der 3. Klassen mit S-Bahn und Bussen in und um Dachau/Karlsfeld auf selbstgeplanten Routen unterwegs. Die Jugendlichen der 8. Klasse fuhren sogar nach München und übten dort die Wege zur Adolf-Kolping-Berufsschule und zum Berufsinformationszentrum.

Die Schülerinnen und Schüler lernten schnell sich im MVV zurechtzufinden und können nun selbstständig und sicher mit Bus, Tram, U- und S-Bahn umweltfreundlich unterwegs sein.